Power Play – Wie sich Games und Politik gegenseitig verändern (2016)

Anhand von 10 Thesen blickten Tobias Miller und ich bei der re:republica TEN auf 10 Jahre unserer medienpädagogische Arbeit mit Games zurück und diskutieren, wie wir Games und ihre Belohnungsysteme für politische Bildungsarbeit und Beteiligung nutzen können.


Kunde: OUTERMEDIA | bpb
Mein Tätigkeit: Talkvorbereitung | Talkdurchführung
Webseite inkl. Audiomitschnitt: https://re-publica.com/de/session/power-play-sich-games-und-politik-gegenseitig-verandern
Erwähnung des Talks in der FAZ: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/politische-computerspiele-auf-der-re-publica-14213196.html


Games sind politisch, das ist keine provokante These mehr. Schon Dr. Robotnik folgte der Ideologie seines Entwicklers Yuji Naka, Edward Snowden sah seine Moralvorstellungen rückblickend durch Tekken geprägt und Games wie Mirror’s Edge und Watch Dogs schickten uns absichtlich in eine dystopische Zukunft.

Für die re:publica TEN blickten mein Kollege Tobias Miller und ich mit zehn Thesen aus zehn Jahren zurück auf unsere medienpädagogische Arbeit mit Games, immer verbunden mit der Frage, wie wir in Verbindung mit Games und Gaming politische Beteiligungsprozesse anstoßen können. Grundlage bilden unsere Erfahrungen, die wir seit 2007 für spielbar.de der Bundeszentrale für politische Bildung gesammelt haben. Wir sehen Games vor diesem Hintergrund als ein politisches Medium, und als ein Medium, dass sich schnell verändert: technisch, inhaltlich und natürlich auch was die Spielkultur drumherum betrifft.

Aus Sicht der politischen Bildung wird es dabei schon dann politisch, wenn das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft thematisiert wird. Wir stellen uns die Frage, wie Games unsere Wahrnehmung und unser Handeln verändern (können) und wie – darüber hinaus – in einer gamifizierten Gesellschaft Meinungsbildungsprozesse ablaufen und angestoßen werden. Diese diskutieren wir entlang unserer Thesen und konkreten Beispielen. Innerhalb von 30 Minuten schaffen wir Anregungen für politische Bildung wie pädagogische Praxis.